Sprachenqualitätssiegel "Certilingua" 2011
an
2 ELG-Abiturientinnen verliehen

Bild oben: Die CertiLingua-Tutoren Dr.Andreas Gaile und Thomas Barth sowie Schulleiter Gerhard Hoffmann zusammen mit den Certilingua-Abiturientinnen Julia Zech und Anna-Sophie Philippi (jeweils von links nach rechts).

Informationen zu Certilingua:

Für CertiLingua, das die Europäische Kommission in mehreren Mitgliedstaaten "für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen" entwickelt hat, wurden in der Bundesrepublik knapp 50 Standorte ausgewählt. Fünf davon befinden sich in Rheinland-Pfalz. Neben dem Schlossgymnasium in Mainz gehören dazu die Gymnasien für Hochbegabte in Koblenz, Trier und Gonsenheim und seit November 2008 nun auch das Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey.

Die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler, neben dem Abitur auch diese sprachliche Auszeichnung zu erhalten, sind recht hoch. In zumindest zwei europäischen Fremdsprachen müssen schriftliche und mündliche Sprachkenntnisse nachgewiesen werden, die internationalen Qualitätsstandards entsprechen. Dazu hat die EU den so genannten "Europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachenkompetenz" entwickelt, an dem sich sowohl schulische Leistungsbeurteilungen wie auch Prüfungen professioneller Sprachinstitute orientieren. Außerdem müssen die Schüler bilingual unterrichtet worden sein (Fachunterricht gehalten in der Fremdsprache) und die erfolgreiche Teilnahme an zusätzlichen, fremdsprachlichen Bildungsangeboten zu europäischen und internationalen Themen nachweisen können, deren Anforderungsniveau im "Common Framework for Europe Competence" verbindlich festgelegt sind. Auslandsaufenthalte sind zwar keine verbindliche Voraussetzung, doch sind sie nahezu unumgänglich, da auch die aktive Teilnahme an einem europäischen, internationalen Kooperationsprojekt belegt werden soll. Durch die Schulpartnerschaften in Frankreich, England, Wales, den Niederlanden und den USA gibt es am ELG aber über die Schülerbegegnungen hinaus vielfache Möglichkeiten, Kontakte z.B. für Praktika im Ausland zu knüpfen. Um außer Englisch und Französisch auch das Spanische besser in das Konzept einbinden zu können, ist neben der bestehenden Partnerschaft mit der Deutschen Schule Guatemala-City für 2009 ein erster Schüleraustausch mit einem spanischen Gymnasium geplant.

Die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler, die dieses Sprachzertifikat parallel zum Abitur anstreben, sind also sehr anspruchsvoll und gehen deutlich über das hinaus, was an Gymnasien üblicherweise im fremdsprachlichen Bereich angeboten wird. So musste denn auch die Schule ihrerseits gegenüber dem Ministerium belegen, dass sie die geforderten Qualifikationsbereiche entsprechend vorweisen kann. Geleitet wird das Gesamtprojekt am ELG von den beiden Schultutoren Dr. Andreas Gaile (Englisch/Geschichte) und Thomas Barth (Französisch/Spanisch/Italienisch). Da bundesweit alle Exzellenzschulen miteinander vernetzt sind, konnten sie bei der Erstellung ihres Konzeptes am ELG von den ersten Erfahrungen der Partnerschulen profitieren.

Damit die vereinbarten CertiLingua Standards an allen anerkannten Gymnasien auch qualitativ auf hohem Niveau gesichert bleiben, müssen den zuständigen Ministerien jährlich von allen Kandidaten Dossiers übermittelt werden, die deren Kompetenzen eindeutig aus- und nachweisen. Nur so behalten die Schulen auch weiterhin ihr jeweiliges Exzellenzlabel. Und das will Schulleiter Gerhard Hoffmann für das ELG natürlich langfristig sichern.