Viele Sprachen, schwarze Strände und digitale Ideen – Erasmus+-Fortbildung auf Teneriffa
Hinzugefügt am 20. April 2026
Teaching languages in the digital era: the best apps, AI tools and ICT solutions for learning languages
Genau in der Woche vor den Osterferien 2026, vom 21. bis zum 28. März, trat ich meine erste Fortbildungsreise im Rahmen von Erasmus+ an. Ziel war Puerto de la Cruz im Norden der kanarischen Insel Teneriffa (Spanien). Die Reise bot mir die besondere Gelegenheit, nebenbei auch meine Sprachkenntnisse in Spanisch, Englisch und Französisch aktiv anzuwenden.
Gemeinsam mit zehn weiteren Sprachlehrerinnen aus Frankreich, Polen, Deutschland, Italien und Slowenien nahm ich täglich an einem Seminar im Hotel teil. Geleitet wurde der Kurs von Jorge García von „Erasmus Learning Academy“, der uns von Beginn an mit großer Sympathie, Humor und fachlicher Kompetenz begleitete.
Ausgestattet mit Laptops und Tablets lernten wir eine Vielzahl neuer Apps sowie digitale Werkzeuge kennen und erprobten diese direkt im Hinblick auf ihren Einsatz im Unterricht. Viele der vorgestellten Tools bieten spannende Möglichkeiten für den Schulalltag – auch wenn deren Nutzung im deutschen Kontext aufgrund datenschutzrechtlicher Vorgaben teilweise eingeschränkt ist.
Neben der intensiven inhaltlichen Arbeit bot die Woche auch zahlreiche kulturelle und kulinarische Eindrücke. Das Wahrzeichen Teneriffas, der Vulkan Teide, blieb zwar meist im Nebel verborgen, und ein geplanter Ausflug in die berühmte „Mondlandschaft“ musste wetterbedingt abgesagt werden – dennoch hinterließ die Insel mit ihren schwarzen Stränden, hohen Wellen und Palmen einen bleibenden Eindruck.
Parallel zu unserem Kurs fanden zwei weitere Fortbildungen statt, sodass insbesondere die gemeinsamen Networking-Abende von lebendigem Austausch geprägt waren. Der Dialog mit Kolleginnen aus verschiedenen europäischen Bildungssystemen war für mich besonders bereichernd. Der Gedanke, im Rahmen eines „Jobshadowings“ eine der kennengelernten Schulen zu besuchen, erscheint mir als wertvolle Perspektive für die Zukunft.
Der Rückflug nach Frankfurt fiel mir entsprechend schwer: Eine Woche voller neuer Impulse, Ideen und Begegnungen verging viel zu schnell. Die Eindrücke werden mich noch eine Zeit lang begleiten, während ich sie in meinen schulischen Alltag integriere. Erste Anwendungen werden sicherlich bald Eingang in meinen Unterricht finden – etwa wenn Schülerinnen und Schüler mithilfe eines Chatbots mit literarischen Figuren wie Emilia Galotti in den Dialog treten oder historische Perspektiven interaktiv erkunden.
Birgit Gottstein (Lehrerin am ELG)


Eingestellt von Gottstein / Me




