Zukunftslernen in Helsinki: Inklusion und Künstliche Intelligenz im Fokus

Hinzugefügt am 25. August 2026

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Vom 17. bis 22. August 2026 nahmen die beiden ELG-Lehrkräfte Martin Unselt und Mario Wagner im Rahmen von Erasmus+ an einer internationalen Fortbildung in Helsinki teil. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen europäischen Ländern beschäftigten sie sich mit der Frage, wie moderne Technologien und insbesondere Künstliche Intelligenz dazu beitragen können, Unterricht individueller, inklusiver und zukunftsorientierter zu gestalten.

 

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Frage, wie Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen besser erreicht und unterstützt werden können. Die beiden Kollegen lernten verschiedene Möglichkeiten kennen, mit digitalen und KI-gestützten Werkzeugen Unterrichtsmaterialien stärker zu differenzieren und Lernangebote an unterschiedliche Lernwege und Leistungsstände anzupassen. Dabei ging es nicht darum, digitale Technik um ihrer selbst willen einzusetzen, sondern sie dort zu nutzen, wo sie einen konkreten pädagogischen Mehrwert bietet.


Besonders interessant waren für die beiden Teilnehmer die Möglichkeiten, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz eigene, auf eine Lerngruppe zugeschnittene Lernangebote zu entwickeln. Auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse können inzwischen beispielsweise interaktive Übungen, Simulationen oder andere digitale Lernwerkzeuge erstellt werden. Die Fortbildung eröffnete damit neue Perspektiven darauf, wie Lehrkräfte selbst Unterrichtsmaterialien entwickeln können, die gezielt auf die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zugeschnitten sind.


Gleichzeitig nahm die Fortbildung auch die Grenzen und Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung in den Blick. Fragen des Datenschutzes, des Urheberrechts und des verantwortungsvollen Umgangs mit Künstlicher Intelligenz spielten ebenso eine Rolle wie die ökologischen Auswirkungen digitaler Technologien. Gerade der Blick auf das finnische Bildungssystem zeigte zudem, dass zeitgemäßer Unterricht nicht automatisch mehr Bildschirmzeit bedeuten muss. Digitale und analoge Lernformen sinnvoll miteinander zu verbinden, bleibt eine wichtige Aufgabe.


Von besonderem Wert war schließlich der Austausch mit Lehrkräften aus anderen europäischen Ländern. Unterschiedliche Erfahrungen, Ideen und schulische Perspektiven boten zahlreiche Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis und machten die Fortbildung zugleich zu einer europäischen Lernerfahrung.


Die in Helsinki gewonnenen Impulse werden nun in die weitere Unterrichts- und Schulentwicklung am ELG einfließen. Davon profitieren nicht nur die beiden teilnehmenden Lehrkräfte: Neue Ideen und erprobte Ansätze können im Kollegium weitergegeben und im Unterricht eingesetzt werden. Die Erasmus-Fortbildung leistet damit einen Beitrag dazu, Lernen am ELG individueller und inklusiver zu gestalten und zugleich einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz zu fördern.

Eingestellt von Martin Unselt und Mario Wagner